Das Europäische Parlament in Straßburg wird bis einschließlich Freitag zum tibetischen Kunsttempel. Der hessische CDU-Europaabgeordnete Thomas Mann, der seit 1999 Präsident der Tibet Intergruppe des EP ist, hat die erfolgreiche Frankfurter Ausstellung „Artists for Dalai Lama“ auf das europäische Parkett nach Straßburg geholt. Anlässlich des Dalai Lama-Besuchs in Hessen im August 2009 organisierten die Initiatoren Andrea und Mike Kuhlmann sowie Jörg Schmitz eine Ausstellungsreihe mit Stationen wie Köln und Offenbach. Höhepunkt der Reihe war eine Ausstellung in der Frankfurter Union Halle, die live in das Time Square Building nach New York übertragen wurde.
Am gestrigen Abend wurde die Ausstellung in Straßburg von Thomas Mann anlässlich des 20jährigen Bestehens der Tibet Intergruppe im Europäischen Parlament eröffnet: „Die Artists for Dalai Lama setzen mit ihren Werken ein eindrucksvolles Zeichen für Frieden und die Einhaltung der Menschenrechte in China und Tibet. Ihre Kunst wollen wir in Straßburg und Brüssel in Politik umsetzen. Das Tian’anmen-Massaker 1989 war Auslöser für die Gründung unserer überfraktionellen Gruppe, der heute über 100 Europaabgeordnete angehören. In fast 50 Resolutionen haben wir immer wieder auf die katastrophale Lage der Menschenrechte in China hingewiesen. Unser Druck half, die Vollstreckung von Todesurteilen zu verhindern, Nonnen und Mönche aus der Gefangenschaft zu befreien und zu verhindern, dass das EU-Waffenembargo gegen China wieder aufgehoben wurde. 2001 gelang es uns, dass der Dalai Lama im Plenarsaal des EP in Straßburg zu den Abgeordneten sprechen konnte - erstmals in der Geschichte des Parlaments. Zuletzt redete er im Dezember 2008 vor den Abgeordneten in Brüssel - wir zeigten unsere Solidarität durch eine Fastenaktion“, erläuterte Thomas Mann.
Im Europaparlament
werden mehr als 50 Werke von 16 Künstlern, darunter Bilder, Spruchbänder und
Skulpturen gezeigt. Der Erlös der Veranstaltung geht zu 20% an Children for
Tomorrow und das Tadra-Projekt für Waisenkinder in Tibet. An der gestrigen Ausstellungseröffnung
nahmen 180 Europaabgeordnete und ihre Mitarbeiter sowie Journalisten und Menschenrechts-Experten
aus ganz Europa teil. Jörg Schmitz zum Ausstellungserfolg: „Die Künstler
zeigen mit ihrer Arbeit symbolisch das Verständnis der Tibeter mit der übrigen
Welt und umgekehrt. Wir sind sehr glücklich, unsere Werke an einem symbolischen
Ort wie Straßburg zeigen zu können und hoffen, die Arbeit der Intergruppe damit
zu unterstützen.“
Comments