Der Präsident der Tibet Intergroup im Europäischen Parlament, der hessische CDU-Europaabgeordnete Thomas Mann, verurteilte aufs Schärfste die Hinrichtung von zwei Tibetern aufgrund ihrer angeblichen Verwicklung in die Unruhen im Vorfeld der Olympischen Spiele im März 2008. Nach bestätigten Berichten wurden Lobsang Gyaltsen und Loyak am Dienstag vergangener Woche im Bezirk Lhasa hingerichtet. "Ich erwarte von den chinesischen Behörden eine rasche Stellungnahme, ob weitere Tibeter hingerichtet wurden und warum die Todesurteile gegen Lobsang Gyaltsen und Loyak verhängt und vollstreckt wurden. Ich habe dem Europäischen Parlament vorgeschlagen, schnellstmöglich eine Dringlichkeitsdebatte zu diesem Vorfall zu führen und eine Resolution zu verabschieden. Die Vollstreckung von Todesurteilen erst recht im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen ist ein unfassbarer Akt, der eine unmissverständliche Reaktion der EU erfordert!", unterstrich Thomas Mann.
Hintergrund: Die Tibet Intergroup im Europäischen Parlament
"60 Jahre China bedeuten auch 20 Jahre Tibet Intergroup (TIG) im Europäischen Parlament (EP). Das Tian’anmen-Massaker 1989 war Auslöser für die Gründung unserer überfraktionellen Gruppe, der heute über 100 Europaabgeordnete angehören. 2001 gelang es uns, dass der Dalai Lama im Plenarsaal des EP in Straßburg zu den Abgeordneten sprechen konnte - erstmals in der Geschichte", erläuterte Thomas Mann.
Die Gründung der Tibet Intergroup vor 20 Jahren sei mit der Verhängung des Waffenembargos der EU gegen die Volksrepublik China zusammengefallen. Seine Aufrechterhaltung bis zum heutigen Tag gehöre zu den größten politischen Erfolgen: "Es gibt keinen Grund für die Aufhebung des Embargos, da sich an der Situation in China kaum etwas geändert hat", unterstrich der TIG-Präsident.
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